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Die Promotion als Prädikat: Rückblick auf den Dialogue 2026

29.05.2026

Dialogue 2026 1

Unser diesjähriger Gast ist nicht nur Personalentwicklerin aus Leidenschaft, sondern gleichzeitig ein Best-Practice-Beispiel für das eigene Fachgebiet. Denn Dr. Anja Voss, Manager Retail People Development | Retail Job Roles bei der Porsche AG, wollte schon immer im Job persönlich wachsen und Verantwortung übernehmen - im Idealfall ihren „Traum leben“.

Und so riet sie auch den Teilnehmenden: „Sicherlich gibt es Zukunftstreiber, die man als Bewerber klar im Blick haben sollte – KI ist ein Beispiel. Aber setzen Sie nicht nur auf Trends, sondern fragen Sie sich auch ganz persönlich, wo Ihre Stärken und Leidenschaften liegen und was Sie sich basierend darauf langfristig für sich vorstellen können – und was auch nicht.“ Für die Alumna der Ruhr-Universität Bochum war schon früh klar, dass sie eine akademische Karriere nicht ausfüllen würde. „In meiner Brust schlagen zwei Herzen: Ich brenne für die Wissenschaft, aber auch für die Anwendungspraxis.“ Nach ihrem Studienabschluss arbeitete sie in einer Stiftung, einem freien Forschungsinstitut und einer Unternehmensberatung - und promovierte nebenberuflich mit einem Stipendium an der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaften.

Für den Fachbereich Vertrieb und Marketing bewertet sie den Doktortitel „neutral, weder förderlich noch hinderlich“. Aber er sei durchaus ein Prädikat: „Jemand, der promoviert hat, ist harte Arbeit gewohnt, steht Herausforderungen durch, kann sich in neue Themen einarbeiten, analytisch und strukturiert vorgehen, Konzepte präsentieren und eigene Ideen vertreten.“ 

Im Wettbewerb um offene Stellen – egal ob z. B. im Consulting, oder in der Automobilindustrie – sollten promovierte Berufseinsteiger „kreativ“ werden: „Arbeiten Sie in Ihrer Bewerbung Anknüpfungspunkte zwischen dem ausgeschriebenen Profil und Ihren Kompetenzen heraus, um die Passgenauigkeit unter Beweis zu stellen. Bringen Sie auch Praxisbeispiele aus dem Privatleben und erzählen Geschichten über sich als Mensch, wenn sie Ihren Bezug zur Stelle unterstreichen.“

Ihr selbst sei es zugutegekommen, dass sie während ihrer Beratungstätigkeit schon „Auto gemacht“ und daher „Stallgeruch“ hatte, bevor sie in dem Stuttgarter Konzern anfing. Ansonsten könnten freiwillige Praktika und Zwischenstationen im Mittelstand den Nachteil „fehlende Berufserfahrung“ ausgleichen. „In kleineren Unternehmen ohne großen Überbau ist es manchmal einfacher, die nächste Karrierestufe zu erreichen, um danach den Schritt in die Großindustrie zu gehen.“ 
Und last but not least: “Mit Netzwerken kann man nicht früh genug anfangen!  Knüpfen Sie Kontakte und bleiben Sie im Gespräch, dann können sich Dinge ergeben.“

Der Dialogue fand am 30. April 2026 unter der Überschrift „Von den Geisteswissenschaften in die Automobilindustrie – Karriere aktiv gestalten“ statt. Ausnahmsweise war unser Gast virtuell aus Stuttgart zugeschaltet, während die Teilnehmenden im Beckmanns Hof auf dem RUB-Campus gemeinsam zu Mittag aßen.

Der nächste Business-Lunch mit eine*r führende*n Expert*in aus der Wirtschaft ist für Frühjahr 2027 geplant. Teilnehmen können Doktorand*innen aller Fächergruppen der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen.

Mehr zum Dialogue

Dialogue 2026 1

Unser diesjähriger Gast ist nicht nur Personalentwicklerin aus Leidenschaft, sondern gleichzeitig ein Best-Practice-Beispiel für das eigene Fachgebiet. Denn Dr. Anja Voss, Manager Retail People Development | Retail Job Roles bei der Porsche AG, wollte schon immer im Job persönlich wachsen und Verantwortung übernehmen - im Idealfall ihren „Traum leben“.

Und so riet sie auch den Teilnehmenden: „Sicherlich gibt es Zukunftstreiber, die man als Bewerber klar im Blick haben sollte – KI ist ein Beispiel. Aber setzen Sie nicht nur auf Trends, sondern fragen Sie sich auch ganz persönlich, wo Ihre Stärken und Leidenschaften liegen und was Sie sich basierend darauf langfristig für sich vorstellen können – und was auch nicht.“ Für die Alumna der Ruhr-Universität Bochum war schon früh klar, dass sie eine akademische Karriere nicht ausfüllen würde. „In meiner Brust schlagen zwei Herzen: Ich brenne für die Wissenschaft, aber auch für die Anwendungspraxis.“ Nach ihrem Studienabschluss arbeitete sie in einer Stiftung, einem freien Forschungsinstitut und einer Unternehmensberatung - und promovierte nebenberuflich mit einem Stipendium an der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaften.

Für den Fachbereich Vertrieb und Marketing bewertet sie den Doktortitel „neutral, weder förderlich noch hinderlich“. Aber er sei durchaus ein Prädikat: „Jemand, der promoviert hat, ist harte Arbeit gewohnt, steht Herausforderungen durch, kann sich in neue Themen einarbeiten, analytisch und strukturiert vorgehen, Konzepte präsentieren und eigene Ideen vertreten.“ 

Im Wettbewerb um offene Stellen – egal ob z. B. im Consulting, oder in der Automobilindustrie – sollten promovierte Berufseinsteiger „kreativ“ werden: „Arbeiten Sie in Ihrer Bewerbung Anknüpfungspunkte zwischen dem ausgeschriebenen Profil und Ihren Kompetenzen heraus, um die Passgenauigkeit unter Beweis zu stellen. Bringen Sie auch Praxisbeispiele aus dem Privatleben und erzählen Geschichten über sich als Mensch, wenn sie Ihren Bezug zur Stelle unterstreichen.“

Ihr selbst sei es zugutegekommen, dass sie während ihrer Beratungstätigkeit schon „Auto gemacht“ und daher „Stallgeruch“ hatte, bevor sie in dem Stuttgarter Konzern anfing. Ansonsten könnten freiwillige Praktika und Zwischenstationen im Mittelstand den Nachteil „fehlende Berufserfahrung“ ausgleichen. „In kleineren Unternehmen ohne großen Überbau ist es manchmal einfacher, die nächste Karrierestufe zu erreichen, um danach den Schritt in die Großindustrie zu gehen.“ 
Und last but not least: “Mit Netzwerken kann man nicht früh genug anfangen!  Knüpfen Sie Kontakte und bleiben Sie im Gespräch, dann können sich Dinge ergeben.“

Der Dialogue fand am 30. April 2026 unter der Überschrift „Von den Geisteswissenschaften in die Automobilindustrie – Karriere aktiv gestalten“ statt. Ausnahmsweise war unser Gast virtuell aus Stuttgart zugeschaltet, während die Teilnehmenden im Beckmanns Hof auf dem RUB-Campus gemeinsam zu Mittag aßen.

Der nächste Business-Lunch mit eine*r führende*n Expert*in aus der Wirtschaft ist für Frühjahr 2027 geplant. Teilnehmen können Doktorand*innen aller Fächergruppen der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen.

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