mentoring³

Wortwolke zum Thema Mentoring
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Karriereentwicklung für Frauen in der Wissenschaft

mentoring³ ist ein Mentoringprogramm zur Karriereentwicklung für Wissenschaftlerinnen aus allen Fächergruppen der Universitätsallianz Ruhr. Es gibt eine Programmlinie für Doktorandinnen und eine Programmlinie für Postdoktorandinnen und Habilitandinnen.

Was bietet mentoring³?

Im Zentrum des Programms steht der Dialog mit Ihrer*m Mentor*in: Über einen Zeitraum von zwei Jahren profitieren Sie vom persönlichen Austausch mit einer*m erfahrenen Professor*in bzw. Wissenschaftler*in. In vertrauensvollen Gesprächen erhalten Sie Beratung bei der Karriereplanung und erweitern Ihr Verständnis vom Wissenschaftsbetrieb.

Ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm flankiert die Mentoring-Beziehung über die gesamte Laufzeit. In überfachlichen Workshops bereiten Sie sich auf Führungsverantwortung in universitärer und außeruniversitärer Forschung vor, klären förderliche Karrierestrategien und stärken Ihre persönlichen Schlüsselkompetenzen. Netzwerktreffen bieten Ihnen die Gelegenheit, hochschulübergreifend Erfahrungen mit Peers auszutauschen und Ihr akademisches Netzwerk auszubauen.

In den fächergruppenspezifisch zusammengesetzten Mentoring-Gruppen (Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften) werden die jeweiligen fachkulturellen Bedingungen der Wissenschaftskarriere berücksichtigt.

Wer kann teilnehmen?

Im jährlichen Wechsel startet im Herbst eine Programmlinie für Doktorandinnen bzw. für Postdoktorandinnen und Habilitandinnen der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen. Jede Programmlinie läuft zwei Jahre.

Die Veranstaltungen des mentoring³-Programms sind in der Regel in deutscher Sprache. Die One-to-one Mentoring-Gespräche können bei Bedarf in Englisch stattfinden.

 

Nächster Programmstart:

Die nächste Programmlinie für Doktorandinnen aller Fächergruppen startet im Herbst 2022. (Bewerbungszeitraum: 01.06.–15.07.2022).

Die nächste Programmlinie für Postdoktorandinnen aller Fachbereiche startet im Herbst 2021 (Bewerbungszeitraum: 01.06.–15.07.2021 – verlängerte Bewerbungsfrist bis 30.08.2021 für die Fächergruppen Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften!).

 

» mentoring³ bedeutet für mich Support und Austausch. Support vor allem von einer Mentorin, mit der ich in einem Vertrauensverhältnis stehe, das auch die Thematisierung sensibler Themen wie den Umgang mit Konfliktsituationen, ›Durststrecken‹ in der Promotionsphase oder der Vereinbarkeit von Familienaufgaben und Beruf ermöglicht. Den Austausch schätze ich mit einigen Doktorandinnen anderer Fächer – vor allem in meiner Schreibgruppe. «
 
Ilka Fladung, Universität Duisburg-Essen, Mentee 2018–2020

» Ich nehme an mentoring³ teil, weil es mit seinen zahlreichen Workshops, Gruppen- und Einzelangeboten die perfekte Dosis an zusätzlicher Karrierewegunterstützung darstellt. Das Beste am Mentoring ist der Rückhalt, den man durch den Austausch mit den anderen Mentees, der Koordinatorin, der Mentorin und den externen Coaches erhält. Und die Möglichkeit sich selbst zu erlauben, über den eigenen Schreibtisch hinauszudenken. «
 
Hanna Schmitt, TU Dortmund, Mentee 2018–2020

» Ich engagiere mich als Mentorin im mentoring³ , weil es mir große Freude macht, durch einen intensiven persönlichen Austausch mit den Mentees einen Baustein zur persönlichen und beruflichen Entwicklung von Nachwuchswissenschaftlerinnen beizutragen. «
 
Prof. Dr. Danja Schünemann (Mentorin)

» Ich nehme an mentoring³ teil, weil die Diskussionen mit anderen Postdoktorandinnen, die Seminare und die Mentoring-Treffen mich in meiner persönlichen Entwicklung voranbringen. Mentoring bedeutet für mich an einem Austausch auf gleicher Höhe teilzuhaben, der für Mentor*in und Mentee gewinnbringend ist. «
 
Dr. Katharina Pütter, TU Dortmund, Mentee 2019–2021

» Ich nehme an mentoring³ teil, weil ich mich beruflich und persönlich entwickeln möchte. Die Workshops bieten mir dafür eine vielfältige Unterstützung. Mentoring bedeutet für mich einen Austausch an Wissen, wobei alle Parteien ihre Erfahrung in unterschiedlichen Situationen mitteilen und sich gegenseitig unterstützen, um voran zu kommen. «
 
Sophie T. Ganme, TU Dortmund, Mentee 2018–2020

» Die informelle Weitergabe von Wissen und Erfahrung im akademischen Spielfeld ist für die Karriere nicht zu unterschätzen. Umso wertvoller war die Gelegenheit, im Rahmen von mentoring³ mit einer Nachwuchs­wissenschaftlerin in den Austausch zu gehen und sie vertrauensvoll bei der strategischen Karriereplanung zu unterstützen. Für mich war es zudem spannend, aus ihrer Perspektive auf meine eigene Laufbahn und meine Erfahrungen zu blicken.«
 
Prof. Dr. Anja Steinbach (Mentorin)

» Als Mentee bei mentoring³ habe ich erlebt, wie wichtig der gegenseitige Support von Frauen ist. Im Austausch mit meiner Mentorin und den anderen Mentees habe ich Unterstützung und hilfreiche Tipps bekommen. Bei den Workshops habe ich nützliche Fähigkeiten gelernt, die mich in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung weiterbringen. Mentoring³ inspiriert mich dazu, meine Karriere weiter zu verfolgen, und als Gleichstellungsbeauftragte an meiner Fakultät auch andere Frauen bei ihrem Weg zu unterstützen. «
 
Vivian Brandenburg (Mentee 2020–2022)

» Ich nehme an mentoring³ teil, weil es mir auf vielfältige Art Einblicke in die ungeschriebenen Gesetze der Wissenschaftswelt gibt. Mentoring bedeutet für mich Austausch in vertrauensvoller Atmosphäre und persönliche Weiterentwicklung. «
 
Dr. Julia Riese, Ruhr-Universität Bochum, Mentee 2019–2021

Programm

mentoring³ setzt sich zusammen aus den Bausteinen:

  • One-to-one Mentoring

Mentoring ist eine zeitlich begrenzte Beziehung zwischen einer erfahrenen Führungskraft und einer Nachwuchskraft. Im mentoring³-Programm wird ein One-to-one Mentoring angeboten. Dies ist die klassische Form des Mentoring, bei der die persönliche Beziehung zwischen Mentee und Mentor*in im Mittelpunkt steht. Der*die Mentor*in begleitet die Mentee bei ihrer Karriereplanung und unterstützt die Entwicklung ihrer Potenziale und Kompetenzen. Sie*er vermittelt der Mentee wichtiges Erfahrungswissen über Strukturen und Prozesse im Wissenschaftsbetrieb und fördert die Erweiterung ihres akademischen Netzwerkes.

  • Workshops

Das Mentoring wird eingerahmt von Veranstaltungen und professionellen Workshops zu zentralen Karrierethemen. Das Programm orientiert sich an überfachlichen Kompetenzen, die sowohl auf die Anforderungen in der jeweiligen Fachkultur als auch auf übergreifende Kompetenzen in der Wissenschaft bezogen sind, wie beispielsweise: Potenzialanalyse und Karriereplanung, Führungsanforderungen, Drittmittelakquise und internationale Forschungsförderung, Bewerbungs- und Berufungstraining, Team- und Konfliktmanagement.

  • Networking

Zusätzliche Netzwerktreffen geben Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Intensivierung der neuen Kontakte. Netzwerk- und Kaminabende mit Expert*innen zu relevanten Themen der Wissenschaftskarriere runden das Angebot ab.

  • Rahmenprogramm

Ein Einführungsworkshop zur Vorbereitung auf das Mentoring, eine Zwischenbilanz und ein Abschlussworkshop bilden den Rahmen im mentoring³-Programm.

Das Veranstaltungsprogramm finden je nach Fächergruppe an der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund, der Universität Duisburg-Essen oder digital statt.

mentoring³ verfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Fachkulturen und der damit verbundenen Aufstiegswege zusammenfassend nachstehende Zielsetzungen für Mentees:

  • Weitergabe von Handlungswissen über Strukturen, Prozesse und Spielregeln im Wissenschaftsbetrieb
  • Erwerb von Schlüsselkompetenzen und Führungsstrategien im inner- und außeruniversitären Wissenschaftssystem
  • Erweiterung der Kenntnisse über Hochschulpolitik und Drittmittelakquise in der Forschungsförderung
  • Stärkung der Motivation für eine wissenschaftliche Laufbahn sowie Unterstützung der damit verbundenen Karriereplanung
  • Aufbau eines Wissenschaftlerinnennetzwerks; Vernetzung der Mentees mit der Scientific Community
Bewerbung als Mentee und Teilnahmevoraussetzungen

Teilnahmevoraussetzungen

mentoring³ richtet sich an Doktorandinnen und Postdoktorandinnen/Habilitandinnen der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen. Die Laufzeit jeder Programmlinie beträgt zwei Jahre.

Wenn Sie an mentoring³ teilnehmen möchten, sollten Sie:

  • eine akademische Karriere anstreben,
  • bereit sein, sich aktiv in eine Mentoring-Beziehung einzubringen und
  • bereit sein, an dem Seminarprogramm, den Netzwerkveranstaltungen und der Evaluation teilzunehmen.

Es wird ein Kostenbeitrag erhoben, der die Teilnahme am Rahmen- und Seminarprogramm einschließt:

  • Stipendiatinnen, Promovendinnen und Postdoktorandinnen mit einer halben Stelle: 120,- €
  • Promovendinnen und Postdoktorandinnen mit einer ganzen Stelle: 200,- €

Bewerbung und Auswahlverfahren

Die Aufnahme in das Programm erfolgt in einem zweistufigen Verfahren über eine schriftliche Bewerbung und ein Auswahlgespräch, in dem Ihre Teilnahmemotivation, Ihre Ziele und Ihre Erwartungen an den*die Mentor*in thematisiert werden.

Ihre schriftliche Bewerbung umfasst:

  • Ein Anschreiben, in dem Sie Ihre Teilnahmemotivation erläutern
  • einen tabellarischen Lebenslauf
  • für Doktorandinnen: eine Kurzbeschreibung des aktuellen Standes Ihrer Dissertation (maximal 1–2 Seiten)
  • für Postdoktorandinnen: Gegebenenfalls Kurzbeschreibung Ihres Habilitationsprojektes (maximal 1–2 Seiten) und bisherige Veröffentlichungsliste
  • den ausgefüllten Bewerbungsbogen
  • ein Lichtbild (als separate jpg-Datei oder im Lebenslauf)

Im Herbst 2021 startet die nächste Programmlinie für Postdoktorandinnen. Die Bewerbungsfrist für die Fächergruppen Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften wurde bis zum 30.08.2021 verlängert.

Den Bewerbungsbogen für Ihre Fächergruppe können Sie hier herunterladen:

Bitte senden Sie die vollständigen Bewerbungsunterlagen per E-Mail oder postalisch an die Koordinatorin für Ihre Fächergruppe (Kontaktdaten siehe Bewerbungsbogen).

Informationen für (zukünftige) Mentor*innen

Sie möchten mentoring³ als Mentor*in unterstützen? Sprechen Sie uns gerne an!

Das sollten Sie mitbringen

Mentor*innen, die eine Mentee in ihrer wissenschaftlichen Karrierelaufbahn unterstützen möchten, sollten folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • einen erfolgreichen Karriereverlauf in der Wissenschaft,
  • Interesse an Nachwuchsförderung und
  • die Bereitschaft, eigene Erfahrungen und persönliches Wissen über das Wissenschaftssystem weiterzugeben.

mentoring³ in der Praxis

Wir stellen Ihnen das Profil einer potenziellen Mentee vor. Sie entscheiden nach einem persönlichen Treffen, ob Sie diese als Mentor*in begleiten möchten. Im Zeitraum von zwei Jahre geben Sie in mindestens drei bis vier Gesprächen Ihre Erfahrungen an die Wissenschaftlerin weiter. Ihre Mentee wird von uns auf die selbstverantwortliche Gestaltung des Mentoring-Prozesses vorbereitet und übernimmt die Initiative für die inhaltliche Vorbereitung und Terminierung der Gespräche.

  • Sie stimmen gemeinsam mit der Mentee Ziele und Erwartungen ab.
  • In der Mentoring-Vereinbarung treffen Sie klare Absprachen über Häufigkeit, Dauer, Ort, Form und Vertraulichkeit der Mentoring Partnerschaft.
  • Sie beraten und unterstützen die Mentee bei der wissenschaftlichen Karriereplanung und Karriereentwicklung.
  • Sie geben ein konstruktives Feedback zu Kompetenzen und Potenzialen der Mentee.
  • Sie vermitteln Wissen über Entscheidungsstrukturen, formale und informelle Prozesse im Wissenschaftssystem.
  • Sie vermitteln Handlungs- und Erfahrungswissen der Scientific Community.
  • Sie unterstützen die Mentee beim Aufbau eines eigenen wissenschaftlichen und informellen Netzwerkes.

Für Mentor*innen bietet die Teilnahme an mentoring³:

  • Reflexion über den eigenen Werdegang
  • Neue Impulse, Perspektiven und Feedback hinsichtlich der Umsetzung eigener Führungsaufgaben
  • Freude an der individuellen Nachwuchsförderung sowie am Wissens- und Erfahrungstransfer
  • Erweiterung des persönlichen Kontaktnetzwerkes

Kontakt

Die Koordination des Programms erfolgt universitätsübergreifend. Für jede Fächergruppe steht Ihnen eine Ansprechpartnerin zur Verfügung:

Naturwissenschaften:

Ruhr-Universität Bochum
Dezernat für Organisations- und Personalentwicklung
Julia Leising
mentoring3@rub.de
+49 (0) 234 32-28799

Ingenieurwissenschaften:

TU Dortmund
Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt
Anke Kujawski
anke.kujawski@tu-dortmund.de
Fon +49 (0)231 755-6058

Geistes- und Gesellschaftswissenschaften:

Universität Duisburg-Essen
Graduate Center Plus
Stephanie Sera (Elternzeitvertretung für Theresa Witt)
mentoring-hoch3@uni-due.de
Fon +49 (0) 201 183-3054