mentoring³ – Frauen in der Wissenschaft gezielt fördern

Wortwolke zum Thema Mentoring
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mentoring³ ist ein Mentoring-Programm zur wissenschaftlichen Karriereentwicklung für Doktorandinnen, Postdoktorandinnen und Habilitandinnen aller Fächer der Universitätsallianz Ruhr. Die Mentoring-Gruppen sind fach-und zielgruppenspezifisch zusammengestellt. In den Fächergruppen Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften werden die fachkulturellen Bedingungen der Wissenschaftskarriere berücksichtigt.

Was bietet mentoring³?

Im Zentrum des Programms steht der Austausch mit dem/der Mentor*in: In persönlichen Gesprächen beraten die Mentor*innen die Teilnehmerinnen bei der Karriereplanung und vermitteln ihr Wissen über Strukturen und Spielregeln im Wissenschaftsbetrieb. Das Mentoring wird durch ein Seminar- und Rahmenprogramm sowie Netzwerkveranstaltungen ergänzt.

Flyer mentoring³ (PDF, 808 KB)

Wer kann teilnehmen?

Im jährlichen Wechsel startet im Oktober eine Programmlinie für Postdoktorandinnen/Habilitandinnen und für Doktorandinnen der Ruhr-Universität Bochum, TU Dortmund und Universität Duisburg-Essen. Der Bewerbungsschluss für die Teilnahme an dem Programm ist jeweils der 15. Juli jeden Jahres. Jede Programmlinie hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Die Veranstaltungen des mentoring³-Programms sind in der Regel in deutscher Sprache. Die one-to-one Mentoring-Gespräche können bei Bedarf in Englisch stattfinden.

 

Nächster Programmstart: Die nächste Programmlinie für Doktorandinnen aller Fächergruppen startet im Oktober 2020. Die Anmeldung wird von voraussichtlich Mai 2020 bis zum 15. Juli 2020 möglich sein.

Termine und Programm

Termine

Die nächste Programmlinie für Doktorandinnen aller Fächergruppen startet im Oktober 2020. Die Anmeldung wird von voraussichtlich Mai 2020 bis zum 15. Juli 2020 möglich sein. Weitere Informationen werden rechtzeitig zur Verfügung stehen.

Die nächste Programmlinie für Postdoktorandinnen aller Fachbereiche startet im Herbst 2021 (Bewerbungsschluss: 15.07.2021).

Programm

mentoring³ setzt sich zusammen aus den Bausteinen:

  • Mentoring
  • Seminare
  • Networking
  • Rahmenprogramm.

Das Seminarprogramm sowie Netzwerkveranstaltungen finden je nach Fächergruppe an der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund oder der Universität Duisburg-Essen statt.

Mentoring

Im mentoring³-Programm wird ein One-to-One Mentoring angeboten. Hierbei handelt es sich um die klassische Form des Mentoring, bei der die persönliche Beziehung zwischen Mentee und Mentor*in im Mittelpunkt steht. Der/die Mentor*in begleitet die Mentee bei ihrer Karriereplanung und unterstützt die Entwicklung ihrer Potenziale und Kompetenzen. Sie/er vermittelt der Mentee wichtiges Erfahrungswissen über Strukturen und Prozesse im Wissenschaftsbetrieb und fördert die Erweiterung ihres Kontaktnetzes.

Seminare

Das Seminarprogramm orientiert sich an überfachlichen Kompetenzen, die sowohl auf die jeweilige Fachkultur als auch auf übergreifende Kompetenzen in der Wissenschaft bezogen sind.

Beispiele sind:

  • Potenzialanalyse und Karriereplanung
  • Führungsanforderungen
  • Drittmittelakquise und internationale Forschungsförderung
  • Bewerbungs- und Berufungstraining
  • Team- und Konfliktmanagement

Networking

Netzwerk- und Kaminabende mit Expert*innen zu relevanten Themen der Wissenschaftskarriere

Rahmenprogramm

Ein Einführungsworkshop zur Vorbereitung auf das Mentoring, eine Zwischenbilanz und ein Abschlussworkshop bilden den Rahmen im mentoring³-Programm.

 
Bewerbung als Mentee und Teilnahmevoraussetzungen

Teilnahmevoraussetzungen

mentoring³ richtet sich an Doktorandinnen und Postdoktorandinnen der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre.

Wenn Sie am Programm teilnehmen möchten, sollten Sie:

  • eine akademische Karriere anstreben
  • bereit sein, sich aktiv in eine Mentoringbeziehung einzubringen
  • bereit sein, an dem Seminarprogramm, den Netzwerkveranstaltungen und der Evaluation teilzunehmen

Es wird ein Kostenbeitrag erhoben, der die Teilnahme am Rahmen- und Seminarprogramm einschließt.

  • Stipendiatinnen, Promovendinnen und Postdoktorandinnen mit halber Stelle: 120,- €
  • Promovendinnen und Postdoktorandinnen mit einer ganzen Stelle: 200,- €

Bewerbung und Auswahlverfahren

Die Aufnahme in das Programm erfolgt in einem zweistufigen Verfahren über eine schriftliche Bewerbung und ein Auswahlgespräch, in welchem Ihre Teilnahmemotivation, Ihre Ziele und Erwartungen an Mentor*in thematisiert werden.

Ihre schriftliche Bewerbung sollte enthalten:

  • Ein Anschreiben, in dem Sie Ihre Teilnahmemotivation erläutern
  • für Doktorandinnen: eine Kurzbeschreibung des aktuellen Standes Ihrer Dissertation (maximal 1 - 2 Seiten)
  • für Postdoktorandinnen: Gegebenenfalls Kurzbeschreibung Ihres Habilitationsprojektes (maximal 1 bis 2 Seiten) und bisherige Veröffentlichungsliste
  • den ausgefüllten Bewerbungsbogen
  • ein Lichtbild (als separate jpg-Datei oder im Lebenslauf)
  • Lebenslauf

Die Bewerbungsbögen für die Doktorandinnen-Linie 2020 werden rechtzeitig (Frühjahr 2020) an dieser Stelle zur Verfügung gestellt. Bewerbungsfrist ist der 15. Juli 2020.

Informationen für Mentor*innen

Sie möchten mentoring³ als Mentor*in unterstützen? Sprechen Sie uns gerne an!

Das sollten Sie mitbringen

Mentor*innen, die eine Mentee in ihrer wissenschaftlichen Karrierelaufbahn unterstützen möchten, sollten
  • habilitiert sein,
  • Interesse an Nachwuchsförderung haben und
  • bereit sein, eigene Erfahrungen und persönliches Wissen über das Wissenschaftssystem weiterzugeben.

Mentoring in der Praxis

Wir stellen Ihnen das persönliche Profil einer potenziellen Mentee vor. Sie entscheiden nach einem persönlichen Treffen, ob Sie diese Nachwuchswissenschafterin als Mentor*in begleiten möchten. Im Zeitraum von zwei Jahre geben Sie in mindestens drei bis vier Gesprächen Ihre Erfahrungen an die Promovendin weiter. Ihre Mentee wird von uns auf die selbstverantwortliche Gestaltung des Mentoring-Prozesses vorbereitet und übernimmt die Initiative für die inhaltliche Vorbereitung und Terminierung der Gespräche.
 
  • Sie stimmen gemeinsam mit der Mentee Ziele und Erwartungen ab.
  • In der Mentoring-Vereinbarung treffen Sie klare Absprachen über Häufigkeit, Dauer, Ort, Form und Vertraulichkeit der Mentoring Partnerschaft.
  • Sie beraten und unterstützen die Mentee bei der wissenschaftlichen Karriereplanung und Karriereentwicklung.
  • Sie geben ein konstruktives Feedback zu Kompetenzen und Potenzialen der Mentee.
  • Sie vermitteln Wissen über Entscheidungsstrukturen, formale und informelle Prozesse im Wissenschaftssystem.
  • Sie vermitteln Handlungs- und Erfahrungswissen der Scientific Community.
  • Sie unterstützen die Mentee beim Aufbau eines eigenen wissenschaftlichen und informellen Netzwerkes.

Ihr möglicher Gewinn:

  • Reflexion über den eigenen Werdegang
  • Weiterentwicklung eigener Führungs- und Beratungskompetenz
  • Weiterentwicklung der eigenen Wissensmanagement-Fähigkeiten
  • Ausbau des eigenen interdisziplinären Netzwerks durch Kennenlernen anderer Mentoren und Mentorinnen

Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrer Koordinationsstelle auf. Einen Mentor*innen-Profilbogen (PDF-Datei) können Sie direkt am Computer ausfüllen und per E-Mail an uns zurücksenden. Die Profilbögen werden in Kürze hier zum Download zur Verfügung stehen.

Ziele von mentoring³

mentoring³ ermöglicht Postdoktorandinnen/Habilitandinnen und Doktorandinnen durch den Kontakt zu Professor*innen und Wissenschaftler*innen sowie Führungskräften aus außeruniversitärer Forschung und Entwicklung die Konturierung ihres Berufsprofils "Wissenschaftlerin". Die Teilnahme an einem Mentoring-Programm und den damit verbundenen Veranstaltungen motiviert die Teilnehmerinnen, sich mit den Ansprüchen und Herausforderungen einer Wissenschaftskarriere auseinanderzusetzen. Darüber hinaus bietet mentoring³ Austauschmöglichkeiten und den Erwerb von Schlüsselkompetenzen, die für den Wissenschaftsbetrieb relevant sind.

mentoring³ verfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Fachkulturen und der damit verbundenen Aufstiegswege zusammenfassend nachstehende Zielsetzungen für Mentees:

  • Weitergabe von Handlungswissen über Strukturen, Prozesse und Spielregeln im Wissenschaftsbetrieb
  • Erwerb von Schlüsselkompetenzen und Führungsstrategien im inner- und außeruniversitären Wissenschaftssystem
  • Erweiterung der Kenntnisse über Hochschulpolitik und Drittmittelakquise in der Forschungsförderung
  • Stärkung der Motivation für eine wissenschaftliche Laufbahn sowie Unterstützung der damit verbundenen Karriereplanung
  • Aufbau eines Wissenschaftlerinnennetzwerks; Vernetzung der Mentees mit der Scientific Community

Für Mentor*innen bietet die Teilnahme an mentoring³:

  • Reflexion des eigenen Karrierewegs
  • Neue Impulse, Perspektiven und Feedback hinsichtlich der Umsetzung eigener Führungsaufgaben
  • Ausbau der Beratungskompetenz
  • Freude an der individuellen Nachwuchsförderung sowie am Wissens- und Erfahrungstransfer
  • Erweiterung des persönlichen Kontaktnetzwerkes
Was Mentoring leisten kann

Mentoring stärkt Potenziale und Kompetenzen von Nachwuchswissenschaftler*innen und forciert die aktive Planung der wissenschaftlichen Laufbahn. Mentoring fokussiert den informellen Erfahrungs- und Wissenstransfer und die individuelle Förderung der Teilnehmer*innen durch erfahrene Professor*innen sowie Mentor*innen, die eine Habilitation abgeschlossen haben. Es wird als Ergänzung der wissenschaftlichen und fachlichen Betreuung verstanden. Für die Nachwuchsförderung werden damit Wissensressourcen erschlossen und systematisch genutzt, die über formale Aus- und Weiterbildungsmethoden kaum erschließbar sind.

Grundbaustein dieser Strategie ist der Aufbau einer zeitlich begrenzten Prozessbegleitung (ca. 2 Jahre), in der sowohl Fachqualifikationen als auch disziplinübergreifendes Wissen (Schlüsselkompetenzen) generiert werden. Der besondere Anreiz dieses Instruments der Personalentwicklung liegt in der einzigartigen Beziehung zwischen Mentor*in und Mentee, in der Gestaltungsfreiheit dieser Beziehung, die im Dialog der Beteiligten ausgehandelt und durch Einbindung in professionelle Fortbildungsmaßnahmen begleitend unterstützt wird. Durch wechselseitigen Austausch und Perspektivwechsel profitieren die Partner*innen gegenseitig. Sie lernen in einem reziproken Prozess voneinander und bringen ihr neu erworbenes Wissen in ihre Aufgabenfelder ein. Als "Lernende Organisation" profitiert die Universität ihrerseits durch die hieraus entstehenden Synergieeffekte.

Das Mentoring wird eingerahmt von Veranstaltungen sowie von einem professionellen Workshop- und Trainingsprogramm zu zentralen Karrierethemen. Zusätzliche Netzwerktreffen geben Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Intensivierung der neuen Kontakte. Mentoring ist eine zeitlich begrenzte Beziehung zwischen einer erfahrenen Führungskraft und einer Nachwuchskraft.

Unter dem Begriff ‚Mentoring' werden in Deutschland seit Ende der 1990er Jahre Programme zur Nachwuchsförderung in Politik, Öffentlicher Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft geführt. Mentoring wird in der Universität als Instrument zur wissenschaftlichen Personalentwicklung, zur Begleitung und Unterstützung des beruflichen Weges von jungen Potenzialträger*innen – den Mentees – eingesetzt.

Kontakt

Die Koordination des Programms erfolgt universitätsübergreifend. Für jede Fächergruppe steht Ihnen eine Ansprechpartnerin zur Verfügung:

 

Geistes- und Gesellschaftswissenschaften:

Universität Duisburg-Essen
Graduate Center Plus
Theresa Witt
mentoring-hoch3@uni-due.de
Fon +49 (0) 201 183-3054

Ingenieurwissenschaften:

TU Dortmund
Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt
Anke Kujawski
mentoring-hoch3@tu-dortmund.de
Fon +49 (0)231 755-6058

Naturwissenschaften:

Ruhr-Universität Bochum
Dezernat für Organisations- und Personalentwicklung
Anja Tillmann
mentoring3@rub.de
+49 (0) 234 32-28830